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Was zählt, ist die Liebe

Jesus hält im Matthäusevangelium eine Rede über das Weltgericht und sagt: Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben, durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen, nackt, und ihr habt mich bekleidet, krank, und ihr habt euch meiner angenommen. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. Matthäus 25, 35-36
 
Der Ausflug im Mai hat eine grosse Gruppe Seniorinnen und Senioren von Delsberg nach Romainmôtier geführt, zur ältesten Klostergründung der Schweiz. Sie geht auf die erste Christianisierungswelle nördlich der Alpen zur der Zeit der Römer zurück. Die Mönche Romain und Lupicin waren Brüder, die von Süden her in den Jura kamen und 435 das Kloster in Romainmôtier gründeten. Sie lebten und wirkten in der Überzeugung, dass ihnen im (leidenden) Mitmenschen Christus selber begegnete. Um 600 n.Chr. hat ein Schüler ihr Leben in «Das Leben der Väter des Jura» beschrieben:
 
Romain begegnet Aussätzigen. «Mit der Freundlichkeit, die man an ihm bewundert, begrüsst er sie, umarmt sie und küsst sie sogar in heiliger Bewegtheit.». Die Kranken sind am nächsten Tag geheilt. Seine Mitmönche sind so bewegt, dass sie seinem Beispiel folgen.
 
Lupicin sorgt sich um einen Mönch, der wegen zu strenger Askese krank geworden ist: «Wie ein Masseur beugt sich Lupicin über den verkrampften und erschöpften Körper. Er zieht in alle Richtungen an seinen Gliedern, er entspannt sie mit heilenden Berührungen.  Der Mönch beginnt sich zu recken, noch ganz benommen… » Lupicin ermahnt ihn, nicht zu streng asketisch, sondern mässig zu leben. Als er ein anderes Mal zwei Mönchen, die fliehen wollen, begegnet, «nennt er sie beim Namen und streckt ruhig seine Hand jedem entgegen, nimmt dessen Kinn in seine Hände und streichelt es liebevoll, umarmt ihn und dann, ohne Worte, geht er auf die Knie und ergreift in väterlicher Liebe die Waffen des Gebets.»
 
Die Legenden über Romain und Lupicin erzählen, was zählt: die gelebte Nächstenliebe. Diese hat darüber hinaus entscheidend zur Ausbreitung und Akzeptanz des Christentums geführt hat.
 
Das ist auch heute noch so. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, sind wir eben zweimal eindrücklich daran erinnert worden: Am Pfingstsamstag heiratete das königliche Paar in England. Die Predigt von Bischoff Michael Curry pries die erneuernde Kraft der Liebe, nicht nur für Paare und Familien und auch für sich selber, sondern für die ganze Erde. Wenn wir wirklich aus Liebe leben würden, sagte er, würde es keine Armen mehr geben, die Welt würde ganz neu. Am selben Tag starb Pfarrer Ernst Sieber in Zürich. Er wurde vor 50 Jahren als Armenpfarrer schweizweit bekannt und ist es als kämpferischer Täter der Nächstenliebe bis zu seinem Tod mit 91 Jahren geblieben.
   
Die Liebe schafft Leben und macht alles neu. Welch ermutigende Perspektive!


Gottesdienste

Sonntag, 15. Juli

10 Uhr Saal Delsberg
14 Uhr Kapelle Löwenburg mit Pfarrer Erich Meier


Sonntag, 5. August

10 Uhr Saal Delsberg

Sonntag, 19. August11 Uhr Kapelle Löwenburg, anschliessend ein pique-nique


 

 

Ferien der Pfarrerin

Vom 12. Juli bis 9. August bin ich in den Ferien.

Für Abdankungen und Notfälle vertritt mich bis am 30. Juli
Pfarrer Erich Meier,
(032 475 57 85 und 079 817 50 42).
 
Anschliessend ist Pfarrer Franz Liechti für Sie da bis am 11. August,
(032 461 33 48 und 079 351 78 89).

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit,

 

Pfarrerin Maria Zinsstag


Die Saison der Feld- und Bauernhofgottesdienste mit Abendmahl und Pique-nique aus dem Rucksack geht weiter mit:

 

1. Juli 11 Uhr bei Familie Hofmann auf dem Schelten mit dem Jodlerclub Ramiswil.
 

19. August 11 Uhr im Hof der Löwenburg mit der Kirchgemeinde Laufental.
 

2. September 11 Uhr bei Familie Berger auf der Jacotterie, zweisprachig.


   

Veranstaltungen

 

 

 

Gemeindeferien

in Desenzano am Gardasee

Datum:  Montag, 17. bis Samstag, 22. September 2018

 

Mit Stebler Car sind wir unterwegs in dieser schönen Gegend, wo seit der Römerzeit sogar Oliven wachsen. Unser Standort: Hotel Oliveto in Desenzano. Anmeldung bis am 22. Juni. Kosten pro Person : DZ 925.--CHF, EZ 1080.-- CHF. Die Kosten sollen Sie nicht daran hindern, mit uns in die Ferien zu kommen. Wir helfen ihnen absolut vertraulich und gerne. Für Informationen und finanzielle Unterstützung wenden Sie sich bitte an Pfarrerin Maria Zinsstag 032 422 16 83.